Gestern habe ich die Frau mit den Halsketten zusammen mit ihrer ganzen Familie getroffen. Anscheinend lebt sie vom Verkauf der Ketten. Sie wollte mir welche einreden. Sie hängte sie mir um, begriff aber nicht, dass ich keinen Schmuck tragen will. So habe ich beschlossen für Lakshmi drei Halsketten zu kaufen.

Über die Türe haben sich Moskitos eingeschlichen. Zum Glück habe ich einen Gelsenstecker mit. Er brauchte sehr lange bis er seine Wirkung entfaltete. In der Früh schlief ich bis 8. Ich ging nicht aus zum Frühstück, meines bestand daher aus Obst. Die Weintrauben und die Äpfel sterilisiere ich mit Natriumchlorit.

Mein Rickshaw Fahrer war pünktlich da. Die Ölmassage begann um pünktlich um 11. Alle Organisationen macht für mich der Elumalai. Carol, der Masseur, strahlt eine wunderbare Ruhe aus. Zuerst hockt er sich auf den Massagetisch, nimmt Öl auf seine Hände beginnt mit sanften, langen Strichen. Es sind eigentlich geschlossene Bögen, runter bis zum Hintern, nach oben bis zur Schulter. Nach einiger Zeit arbeitet er in Längsstrichen tiefer, beginnend entlang der Wirbelsäule. Mit den anschließenden Längsstrichen werden die aufgewirbelten Energien wiederharmonisiert. Das geht so über den ganzen Rücken. Wenn er arbeitet zieht sich meine innere Schwingung zurück. Nach 2h 20 min war er fertig. Carol Ayur Spa ist in diesem Haus aufgewachsen, er ist sehr klein und freundlich. Er hat mir nach der Massage seinen Sohn vorgestellt, Schätzung 7 Jahre. Dabei habe ich entdeckt, dass auch seine Frau im Gang, ich würde sagen, in Deckung war. Ich habe gefragt ob ich sie auch kennen lernen kann. Mit strahlenden Augen hat sie mir die Hand gereicht. Sie haben noch eine etwas ältere Tochter. Nach der Massage habe ich mich im Hotel etwas geruht. Um 3 bin ich zum Mittagessen gegangen.

Der Essraum war ziemlich voll. An einem längeren Tisch saßen nur zwei Herren. Sie hatten Bücher in den Händen und waren darin vertieft. Ich bat mich hineinzulassen. Dann wartete ich. Der Herr, der in meiner Reihe saß, wurde immer wieder mit gefalteten Händen und Verbeugungen begrüßt. Ich dachte mir, ein Yogi. Da die Dame mit ihrer Menü Karte nicht daherkam fragte ich, nachdem er mich über meine Herkunft befragt hatte, was er da studiert. Wer ich bin, war die Antwort. Ein Lächeln entkam meinen Lippen. Das lernt man aus Büchern, fragte ich. Woraus sonst, war die Antwort. Ramana hat es uns gezeigt, sagte ich. Etwas abschätzend sagte er. Mit dieser Frage des Wer bin ich? Bei mir hat es funktioniert, meinte ich. Ich habe es erlebt, ein wunderbares Bewusstsein. Was ist Bewusstsein kam als scharfe Antwort. Das kannst du in deinem Buch besser erfahren als durch mich, meinte ich. Noch einmal fragte er, was für ein Bewusstsein? Kein Denkbewusstsein meinte ich, nenne es Seelenbewusstsein. Ihn hat es fast umgehaut. Nur durch den Mind kannst du erfahren wer du bist. Zum Glück ist jetzt mein Mittagessen serviert worden. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich nachher gerne mit ihm weitersprechen möchte. Beide sind aber nach einer viertel Stunde weggegangen. Mein Gesprächspartner hat sich sogar von mir verabschiedet.

Am Abend ging ich wieder in den Ashram. Meistens stelle ich mich zum Zaun, den sie rund um Ramana gebaut haben. Ich fühle mit der Energie. Wenn ich am Tag nicht so guten Zugang hatte, geligt es mir hier immer. Beim Eingangstor gibt es zwei Nischen. Sie sind fast immer besetzt. Dieses mal ist ein Herr aufgestanden. Ich dachte mir wunderbar. Ging gemütlich auf diesen Platz zu und schon setzte sich ein anderer hin. Er nahm den ganzen Platz ein. Ich blieb ruhig stehen. Dann zog er nach einiger Zeit seine Füße ein, zum Lotos Sitz. Jetzt hatte ich Platz und konnte in dieser Energie ganz still werden, bis ich wieder den Eindruck hatte, dass ich verbunden bin mit einem Bewusstsein, das hinter mir ist und bis in meine hintere Seite hineinreicht.In diesem Bewusstsein fühlte ich mich zu Hause.